Archive for the ‘News’ Category

Lalala…
Januar 11, 2009

Jaja, die Welt hat Weihnachtsferien, feiert Silvester, kommt unbeschadet im Jahr 2009 an, Präsidentschftaskanditat Barack Obama wird am 20. Januar das Amt antreten (Juhu!) und hier ist mal wieder Chaos. Für die folgenden Monate steht für mich rein akademisch folgendes an: 3 Filme drehen, 1 Facharbeit recherschieren und fertig stellen, 5 Bücher lesen, interpretieren, und darüber getestet werden, eine fiktive ‚Werbekampagne‘ für die Schule erstellen und vorstellen, 2 ‚Exhibitions‘, das heißt 30 Minütige Vorträge über alles im Semester (/Quartal) gelernte, dann am Ende des Semesters ‚Finals‘ in 9 Fächern und dann noch lebend durchs ‚GBE‘ (Präsentation über einen der Filme und die Facharbeit) kommen. Ich hoffe angesichts dessen könnt ihr es mir wenigstens ein bisschen verzeihen, wenn mein Privatleben irgendwie ein wenig hinterher hinkt. Naja, gute Vorbereitung auf die Zukunft – besser wird’s wohl nicht mehr.

Jetzt aber mal zur aktuellen Lage. Nachdem die Weihnachtsferien eine ziemliche Tortur waren und der Start in der Schule zwar wieder eine schöne Abwechslung aber irgendwie auch nicht der Himmel auf Erden zu sein schien stehe ich im Moment generell ein wenig neben mir. Ein bsschen mehr Klarheit gibt es aber in sofern, dass ich die Gastfamilie wohl nicht nochmal wechseln werde. Es geht einfach nicht. Dafür allerdings werde ich mich bald endlich mal wieder mit Staci und Jim, meinen Ex-Gasteltern treffen und das ist ein erheblicher Lichtblick!

Eigentlich sollte ich gar nicht mehr am PC sitzen. Morgen ist Kirche mit ‚Potluck‘ im Anschluss. Das bedeutet so viel wie Essen. Eigentlich bedeutet alles in zusammenhang mit Kirche Essen. Selbst während der Predigt geht es schließlich dauernd um das Essen von Jesus Körper und das Trinken seines Blutes. Also meine lieben, ich bete das Blut von Jesus über euch! ( das ist hier eine sehr gängige Formulierung)
Mein Beitrag zu diesem Potluck besteht übrigens aus missratenen Donauwellen und Rumkugeln mit Rumersatz (denn Alkohol kommt schließlich von Satan und will uns verführen zu bösen Dingen!). Es ist aber auch verdammt schwierig hier iregdnwas zu kochen. Es gibt zwar 1000 Dinge, denen man in Deutschland dann hinterher trauert, aber dafür kennt Amerika sowas banales wie Quark überhaupt nicht. Des weiteren gibt es nur Messbecher und keine Küchenwaagen und dass Volumen und Gewicht nicht das gleiche sind habe ich zumindest Linda nicht klar machen können.

So. Jetzt aber wieder mal etwas, damit ihr nicht denkt das Land hier wäre total doof und mir ginge es schlecht hier. Was zwei Dinge angeht bin ich hier wahnsinnig verwöhnt geworden: 1. Kino, 2. Starbucks. Filme im Originalton sind ja sowas geniales… Und dann noch zu einem Preis den man in Deutschland für das Popcorn bezahlt. Und Starbucks: Ich habe zu Weihnachten 4 Gutscheine dafür gekriegt. Ins gesamt 60$!! Ein Luxus hohne den ich in Deutschland wirklich ungern Leben würde. Auch die Mall und das alles… Es ist wirklich nicht fair, dass irgendwas immer falsch läuft. Wenn ich ein paar Probleme weniger hätte, dann wäre es perfekt hier. Naja… vielleicht auch ein bisschen weniger Arbeit, das fänd ich im Moment auch nicht schlecht.

Wie aber schon erwähnt, ich sollte eigentlich schon längst nicht mehr im Internet sein. Morgen also Kirche, Essen, Schulsachen erledigen und dann ist das Wochenende auch schon wieder rum. Die Zeit vergeht im Moment wirklich etwas schneller als mir lieb ist. Die hälfte meines Aufenthalts hier ist schon vorbei. Und ich sitze daneben und gucke zu. Gruselig…

Das war’s
Dezember 20, 2008

Ich bin zurück aus New York. Juhu.
Ne. Eigentlich nicht. New York ist wirklich genial. Ich will zurück, ich will da Leben. So einfach ist das.

Jetzt aber die wirklich gute Nachricht! Es gibt Photos! Seid stolz auf mich.

Genauere Infos zu New York und so weiter folgen in Kürze, jetzt bin ich aber gerade zu müde! Bis bald also!

Start spreading the news…
Dezember 13, 2008

…I’m leaving today. Und zwar tatsächlich nach New York, New York.
In sofern wird es also keine Einträge geben bis zum 18. Dezember.

Die Situation hier ist nach wie vor die gleiche. Manchmal komme ich gut mit Linda aus, manchmal nervt sie, manchmal geht es gar nicht. Zumindest konnte ich sie aber inzwischen davon überzeugen, dass Weihnachten nicht in den USA erfunden wurde (solche Unwissenheit ist – zum Glück – nicht normal für Amerikaner).

Meine ‚komplette Schule‘ ist jetzt jedenfalls alarmiert und alle halten Ohren und Augen offen nach potentiellen Gastfamilien. Mit Organisation wird das nämlich ganz sicher nichts.
Zur Erklärung: Wenn ich die Organisation auf die Suche ansetze, dann wird es a) schwer den Wechsel überhaupt möglich zu machen, denn die wollen keine Zusätzliche Arbeit und b) müsste ich dann nehmen was kommt. Egal, ob die Familie zu mir passt oder nicht, wenn sich eine bereiterklärt wird die sofort von der Organisation ‚unter Vertrag genommen‘.

Ansonsten… Ja. Weihnachten kommt näher und hier ist immer noch absolut keine Weihnachtsstimmung. Für meine Gastfamilie gibt es aber sowieso nur „In dieser Zeit fühle ich mich Gott besonders nah“ oder den normalen Alltagstrott. Gefühle die nichts mit Kirche zu tun haben existieren gar nicht. Probleme werden nicht besprochen, sondern es wird gebetet, dass sie sich lösen.

Also bete ich mal, dass ich unbeschadet aus der Gastfamilie rauskomme, aber vorher erstmal sicher nach NY und zurück. Ein „I love NY“ T-Shirt werde ich mir aber nicht kaufen. Glaubt mir schließlich eh keiner, dass ich das wirklich da gekauft habe.

Also bis bald. Ich bin tot müde und falle jetzt erstmal ins Bett… Morgen um halb 5 losfahren. Jippih!

Es ist Advent…!
Dezember 1, 2008

Hm… Hier irgendwie nicht.
Trotzdem gibt es für euch jetzt ganz exklusiv hier auf der Seite einen Adventskalender (zu finden unter „Adventskalender“).
Also schön täglich nachgucken und kommentieren!
Das erste „Törchen“ könnt ihr jetzt schon öffnen und ihr werdet was richtig albernes dahinter finden (Yeah!) Also viel Spaß!

Time to say goodbye
Oktober 6, 2008

Erstmal: Keine Angst, ich komme nicht zurück, aber Goodbye sagen muss ich trotzdem, nämlich zu den tollen Freunden, die ich in 2 Monaten an der 700-Schüler großen Hughson-High gefunden habe.
So. Um es jetzt etwas weniger dramatisch zu machen: Ich wechsele die Gastfamilie. Der Spuk hat ein Ende – sowohl was Tasha anbelangt als auch, was einige unangenehme Vorfälle in diesem Haushalt angeht. Da das hier öffentlich ist, möchte ich mich dazu hier jetzt nicht im Detail äußern, aber da ich weiß, dass ihr bestimmt neugierig seid, mache ich mir das jetzt einfach mal zum Vorteil indem ich verspreche euch alles im Detail, privat und per Email, Brief oder Telefon zu erzählen, wenn ihr ganz lieb darum bittet und mir auch mal ein bisschen erzählt, wie es euch so ergeht. Ich freu mich nach wie vor über jede Nachricht!

So. Etwas anderes was ich euch jetzt wohl schuldig bin ist eine Entschuldigung, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, jedenfalls nicht hier. Rechtfertigen kann ich mich nur dadurch, dass ich hier kein wirklich funktionierendes Internet habe und die Schulcomputer alle Seiten sperren bei denen man sich einloggen muss – also auch den Blog.
Das ist gleichzeitig auch meine Erklärung, warum es noch keine Photos auf dem Blog gibt. Ich habe zwar schon 5 hochgeladen, aber allein das hat mich um die 4 Stunden gekostet.
Aber jetzt die Gute Nachricht: Nächstes Wochenende wird das alles anders, denn dann ziehe ich bei meinen neuen Gasteltern Staci und Jim ein und deren Internet funktioniert einwandfrei!

So. Seid mir nicht böse, aber das wars auch schon wieder von mir. Aber seid nicht zu enttäuscht, ich meld mich bald wieder – hoffentlich aus meinem neuen Zuhause! Und wenn ihr was wissen wollt, oder ich über was bestimmtes schreiben soll – schreibt es ins Gästebuch, oder mailt es mir!

Bis bald!

P.S.: Kathy, Flo und Hanni: Falls ihr das lesen solltet: Ihr kriegt bald Post von mir. Der Inhalt in den Briefen ist zwar nicht mehr 100%ig aktuell, aber ich schick sie trotzdem ab, inklusive meiner neuen Adresse! Also denkt bloß nicht, ich hätte euch vergessen!!!

Und plötzlich waren sie da!
Mai 4, 2008

Ich, die unplatzierbare, die Vegetarierin, der Freak, die Anspruchsvolle mit den komischen Fotos in der Platzierungsmappe… Ich habe meine Gastfamilie.

Und zwar jetzt schon seit einem Monat… Wie die Zet vergeht.

Irgendwie schreib ich das hier nur der Vollständigkeit halber, ich glaub‘ es liest eh keiner.
Trotzdem: Sie sind toll. Meine Gastfamilie ist zwar keine Familie im direktin Sinn, aber ich galube sie passt zu mir.
Sie sind sehr spontan und locker und haben sehr viele Interessen, die zu mir passen.
Und sie haben eine Katze und einen Pool im Garten, was will man also mehr?

Zum Standort dieses kleinen Paradieses: Es ist wirklich klein, eine 6000 Einwohner Kleinstadt, ca. 10 Minuten entfernt von einer Stadt mit 165.000 Einwohnern und ca. 11/2 Stunden von San Francisco.
Auch ganz in der Nähe ist der Yosemite-National-Park. Der mit den Mammut-Bäumen.

Also – Katze, Pool, Mammut-Bäume und 2000 Schüler High School – Ich komme!

Eigentlich bin ich froh…
Februar 17, 2008

… dass ich eine Absage von Assist bekommen habe.
Zugegeben es war wirklich ein ziemlicher Schock und es hat schon ein bisschen gedauert bis ich das so richtig verdaut hatte, aber jetzt denke ich sogar das es besser ist.

Jetzt wird immerhin nach einer Gastfamilie gesucht und ich laufe nicht Gefahr plötzlich auf einem Mädcheninternat in sonstwo zu landen.

Andererseits schlittere ich damit natürlich auch noch tiefer in die Ungewissheit, weil ich jetzt keinen Plan habe, wann meine Gastfamilie kommen kann, außerdem weiß ich ja nicht, ob es nicht vielleicht einigen Leuten nicht so unbedingt zusagt, dass ich Vegetarierin bin.

Dieser Eintrag ist irgendwie nicht besonders schön zu lesen und auch nicht sehr originell, aber wenigstens bringt er den Blog auf den neuesten Stand.

Einen schönen 17. Februar an alle!

Viva Colonia – Wir werden gesehen haben
Januar 8, 2008

Am 14.12.2007 als ich ziemlich spät abends vom Tanzen nach hause kam, ahnungslos und ziemlich müde fand ich unter meinen Emails auch eine von Assist Deutschland.
Sofort machte sich in mir das unmissverständliche Gefühl von absoluter Panik breit und um dieses Gefühl nicht allzusehr auszudehnen öffnete ich die Mail:
Lange Rede kurzer Sinn – Ich darf hin, zum Assist-Interview. Und zwar am 8.1.2007.

Manche von den ganz schlauen werden jetzt zurecht bemerken: Moment. Das war doch schon vor einer ganzen Weile?
Richtig.
Dieser Text allerdings wird erst zwei Tage nach dem verfassen auf meinem Blog gelandet sein. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund:
Ich bin abergläubisch. Ich will nicht, dass zu viele, befor der Termin gewesen ist davon wissen, weswegen ich nur sehr wenigen Glück-wünsch-und-Daumen-drück-Beauftragten davon erzählt habe.
Im Augenblick – für mich also der Nachmittag des 6.1.2007 sitze ich noch völlig fertig mit den Nerven vor meinem PC und habe keine Ahnung, wie das ganze ausgehen wird.

Mein Interview findet um 9.00 Uhr Morgens in Köln statt. Der zugehörige Englisch Sprachtest dann um 12.00 Uhr, selber Ort.
Wäre ja an sich nicht so ein Drama. Schließlich hab‘ ich schon zwei von diesen Interviews hinter mir.
Allerdings geht es bei Assist ja schließlich um etwas mehr. In diesem Interview will nicht die Organisation mich von ihrer Kompetenz überzeugen, sondern ich muss die Organisation davon überzeugen, dass es eine durchaus sinnvolle Investition wäre mir 30.000$ Schulgeld zu bezahlen – also mir eins der wirklich raren Assist-Vollstipendien zu geben.

Schon allein die Kleiderfrage hat mich ja beschäftigt wie nur was. Außerdem beschleicht mich plötzlich der furchtbare Verdacht, mein Englisch könnte plötzlich eingeschlafen sein und Dienstag einfach nicht mehr aufwachen wollen. und genau das selbe könnte mit mir natürlich auch passieren. Um 9 Uhr morgens wirklich auf der Höhe zu sein, das kann ich mir von mir selbst eigentlich kaum Vorstellen und ich bin wahnsinnig neidisch auf die Leute, die erst um 15.00 Uhr oder später ihre Interviews haben…

Tja. Viva Interview in Colonia – Wir werden sehen, oder treffender:
Wir werden gesehen haben, denn jetzt ist ja schon wieder alles vorbei.

Wünscht mir Glück gehabt zu haben.

Pandora